Schufa Auskunft – Die kostenpflichtige und kostenlos Variante

Schufa Auskunft
online, per Post oder selber abholen

Ohne SCHUFA Auskunft kämen viele Vertragsabschlüsse gar nicht zustande. Ein Eintrag bei der SCHUFA kann nicht nur ärgerlich sein, sondern in vielen Fällen sogar hilfreich. Interessenten mit einwandfreier Zahlungsfähigkeit erhalten beispielsweise erstklassige Kreditkonditionen. Die „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ (SCHUFA) sorgt seit fast 90 Jahren aufgrund von gespeicherten Informationen für die Beurteilung der Bonität von Unternehmen und Privatpersonen. Ob Verbraucher eine Wohnung mieten, ein Handy kaufen oder ihre Küche auf Raten zahlen möchten, die Vertragspartner und Eigner der SCHUFA wie Banken, Handel, Telekommunikationsdienstleister oder Energieversorger greifen auf die Daten der SCHUFA Auskunft zurück. So schützen sie sich vor Zahlungsausfällen. Auch Privatleute können die SCHUFA Auskunft für ihre Zwecke verwenden. Sie können eine SCHUFA Auskunft für den Vermieter und den Arbeitgeber anfordern oder sich über die Solvenz ihres Bauunternehmens informieren. Die zur eigenen Person bei der SCHUFA gespeicherten Daten sind für den Verbraucher abrufbar. Dabei gibt es jedoch einiges zu beachten.

Welche Angebote der SCHUFA können Verbraucher zur Schufa Auskunft nutzen?

Die SCHUFA bietet kostenpflichtige Bonitäts-Auskünfte und eine kostenfreie Offerte. Diese ist nicht nur preiswerter als die Bezahlangebote, sie kann dazu dienen, die eigene Bonität besser einschätzen und die erfassten Daten lückenlos überprüfen zu können. Die gebührenpflichtigen Schufa Pakete nennen sich meineSCHUFA kompakt, meineSCHUFA plus und meineSCHUFA premium.

In der SCHUFA Kompakt-Variante erhalten Nutzer einen Online-Zugang, um alle persönlichen Informationen in der SCHUFA abzufragen und einzusehen. Darüber hinaus steht ein Formular-Service und eine kostenlose Telefonberatung zur Verfügung. Der Verbraucher wird bei Änderungen der über ihn gespeicherten Informationen und relevanten Anfragen von Kreditgebern per SMS oder Email benachrichtigt. Dieses Paket kann 30 Tage lang kostenlos getestet werden. Man sollte aber nicht versäumen, am letzten Tag der Testphase zu kündigen, falls man das Produkt weiterhin nicht mehr benötigt.

Das gleiche Leistungsspektrum bietet die Variante meineSCHUFA plus. Zusätzlich beinhaltet diese ein Schutzpaket für die persönlichen Daten. Eine Hotline berät zur Identitätssicherung im Internet, warnt frühzeitig bei Missbrauch der Daten und leistet im Schadensfall schnelle Hilfe bei Identitätsdiebstahl. Sie ist rund um die Uhr geschaltet. Die SCHUFA leistet Unterstützung bei der Datenbereinigung durch Missbrauch im Netz. Zudem gibt es einen Schlüsselfindungsservice mittels SCHUFA Schlüsselanhänger.

In der Premium-Variante sind neben den Leistungen der beiden anderen Angebote einmal im Jahr eine SCHUFA-Bonitätsauskunft und eine SCHUFA-Unternehmensauskunft gratis erhältlich. Hinzu kommt eine bevorzugte Behandlung bei allen Anfragen rund um die SCHUFA Auskunft sowie für eine zusätzliche Person die einjährige kostenlose Nutzung des meineSCHUFA plus-Angebotes.

Was kosten diese Varianten der Schufa Auskunft?

Jeder Kunde zahlt einmalig 9,95 Euro zur Aktivierung seines SCHUFA-Zugangs. Das Paket meineSCHUFA kompakt kostet 3,95 Euro im Monat, das sind 47,40 Euro pro Jahr. Die Variante SCHUFA plus verursacht Kosten in Höhe von 4,95 Euro monatlich (jährlich 59,40 Euro) und die Premium-Variante schlägt mit monatlichen Ausgaben von 6,95 Euro zu Buche (im Jahr 83,40 Euro). Die Mindestlaufzeit für alle Angebote beträgt ein Jahr. Kündigt der Kunde den Vertrag nicht vorab, verlängert sich dieser automatisch um ein weiteres Jahr. Verbraucher müssen spätestens einen Monat vor Ablauf des Vertragsjahres ihre Kündigung bei der SCHUFA abgegeben haben.

Welche Optionen stehen bei der SCHUFA Auskunft zur Auswahl?

Wer keinen regelmäßigen Vertrag mit der SCHUFA abschließen will, kann die kostenpflichtige SCHUFA-Bonitätsauskunft für 24,95 Euro anfordern. Diese besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil ist für den Vertragspartner bestimmt. Er enthält nur die Mitteilungen, die für das Vertragsverhältnis notwendig sind, um geschäftliches Vertrauen aufzubauen. Der zweite Teil ist für die individuelle Verwendung des Verbrauchers bestimmt und enthält alle in der SCHUFA Auskunft gespeicherten personenbezogenen Daten, zum Beispiel Girokonten oder Ratenkredite.

Innerhalb der gebührenpflichtigen SCHUFA-Pakete wird die Bonitätsauskunft zu Sonderkonditionen erstellt. In den Varianten kompakt und plus kostet eine SCHUFA Auskunft statt 24,95 Euro nur 9,95 Euro. Das trifft ebenso auf die Variante Premium ab der zweiten SCHUFA-Bonitätsauskunft im Jahr zu. Die zweite Unternehmensauskunft, die zum Beispiel für Bauherren sehr wichtig sein kann, ist in dieser Variante mit 28,50 Euro zu bezahlen.

Die SCHUFA muss jedoch jedem Bürger einmal im Jahr eine kostenlose Selbstauskunft bereitstellen. Dies geschieht nicht automatisch, sondern nur auf Anforderung der betreffenden Person. Leider findet man im Internetangebot der SCHUFA zuerst die kostenpflichtigen Versionen der Bonitätsauskunft. Nach der kostenlosen Selbstauskunft muss ein wenig gesucht werden. Diese heißt auch nicht kostenlose Selbstauskunft, sondern Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG). In der Produktinfo Datenübersicht nach § 34 BDSG kann man diese gratis bestellen.

Worin unterscheiden sich die entgeltliche Auskunft und kostenlose Selbstauskunft?

Die kostenpflichtige SCHUFA-Bonitätsauskunft enthält den SCHUFA Basis Score, der alle drei Monate aktualisiert wird, und die vertraglichen Verpflichtungen des Privatkunden gegenüber Kreditinstituten, Versandhäusern oder Telekommunikationsanbietern. Anhand der Einträge über die Zahlungsdisziplin der Person sowie unbekannter Kriterien wie beispielsweise Wohngegend oder Häufigkeit des Wohnortwechsels ermittelt die SCHUFA den Basis Score-Wert. Hat ein Kunde zum Beispiel ein Girokonto mit Kreditkarte ohne Negativeintrag gilt er als kreditwürdig.

Die kostenlose Selbstauskunft enthält mehr Aussagen als die kostenpflichtige Version. Sie weist statt des allgemeinen Basis Scores die Score-Werte für die einzelnen Branchen aus. Diese können enorm voneinander abweichen, da die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer eine Mobilfunkrechnung bezahlt, ganz anders bewertet wird als die Tilgung eines langfristigen Baudarlehens. Die kostenlose Selbstauskunft enthält praktisch alle Daten, die die SCHUFA über den Kunden erfasst hat und ist hinsichtlich der Einschätzung der eigenen Bonität wesentlich aussagekräftiger als die gebührenpflichtige Variante. Der Verbraucher kann in der kostenfreien SCHUFA Auskunft sämtliche über ihn registrierten Einträge auf Fehler und Irrtümer kontrollieren und danach berichtigen lassen. Das kann sich beispielsweise bei einem dringenden Kreditbedarf auszahlen.

Während man die entgeltliche SCHUFA-Bonitätsauskunft so oft abfordern kann wie nötig, ist nur eine kostenlose Selbstauskunft pro Jahr zugänglich. Der Kunde erhält sie in Papierform zugeschickt. Das Übersenden der kostenfreien Auskunft dauert schon einmal bis zu sechs Wochen, während die kostenpflichtige SCHUFA-Bonitätsauskunft dem Besteller innerhalb weniger Tage schriftlich bereitgestellt wird. Der erste Teil der SCHUFA-Bonitätsauskunft kann Dritten unbedenklich vorgelegt werden, er enthält nicht alle individuell erfassten Daten und ist kopiergeschützt. Die SCHUFA rät davon ab, die kostenlose Selbstauskunft an andere Personen oder Unternehmen weiterzureichen, um nicht sämtliche persönlichen Kredit- und Kontodaten zu offenbaren. Ggf. können Privatpersonen sensible Informationen schwärzen.

Wie wird eine unentgeltliche SCHUFA Auskunft angefordert?

Die kostenlose Selbstauskunft auf der Internetseite der SCHUFA zu finden, ist gar nicht so einfach. Die Startseite der SCHUFA enthält rechts Informationen für Privatpersonen, klicken Sie den Bereich für Privatkunden an. Dort finden Sie ganz unten links und grau unterlegt die Datenübersicht nach § 34 BDSG. Die SCHUFA Auskünfte oberhalb dieses Buttons sind kostenpflichtig. Wenn Sie „Zum Formular“ gewählt haben, erscheinen wieder alle Angebote von meineSCHUFA. Wählen Sie erneut den unteren Button Datenübersicht nach § 34 BDSG. Haben Sie die Produktinfo Datenübersicht nach § 34 BDSG angeklickt, kommen Sie zum Bestellformular für die gebührenfreie Selbstauskunft.

Die gebührenpflichtige Bonitätsauskunft kann online, telefonisch oder mit per Hand ausgefülltem Formular angefordert werden. Für die kostenlose Selbstauskunft kann man sich das Formular oder den Musterbrief online ausdrucken und anschließend beschriften. Der vollständig ausgefüllte Vordruck und eine Kopie des Personalausweises oder Reisepasses, einschließlich Meldebescheinigung, sind zwecks Legitimation per Post an die SCHUFA Holding AG, Postfach 10 25 66, 44725 Bochum zu senden.

Fazit

Es lohnt sich, jährlich eine kostenlose Selbstauskunft bei der SCHUFA zu beantragen. Eine Anleitung, wie Sie auf diesem Weg bestmöglich vorgehen, finden Sie auch unter folgenden Internetadressen: Schufa-Selbstauskunft.net
So überprüfen Sie unentgeltlich die Richtigkeit Ihrer SCHUFA-Daten und vermeiden, dass Sie irrtümlich die teure Bezahl-Version der SCHUFA Auskunft bestellen. Es gibt dort auch die Möglichkeit sich einen Musterbrief herunterzuladen und auf diesem Weg die Selbstauskunft zu beantragen.